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Peter

Ägypten - geheimnisvolles Land am Nil

Reisebericht ÄgyptenHinter uns liegen nun bereits die ersten Tage unserer Reise durch Ägypten. Jetzt sitzen wir im berühmten Cafe Fishawi im Bazarviertel „Khan el Khalili“ Cairos. Das Cafe selbst, obwohl mit das älteste und bekannteste der Stadt ist eigentlich winzig. Die Gäste sitzen auf alten wackligen Stühlen und uralten Bänken in einer kleinen Gasse im Bazar. Es ist bereits fast 23 Uhr und dennoch ist es hier brechend voll. Ständig drängen sich neue Gäste oder Passanten durch die Menge. Unablässig bieten alle möglichen Händler ihre Waren – angefangen von Teppichen, Schmuck, Hemden und Galabiyas und diversem Kleinkram – an. Im Moment warte ich allerdings auf meine Wasserpfeife; auf ägyptisch „Schischa“, und auf einen Tee. Wie der Kellner allerdings durch das Gedränge kommen will, ist mir allerdings noch ein Rätsel.

Reisebericht ÄgyptenDer Khan el Khalili in Cairo liegt im Herzen des Hussein Viertels – dem alten Viertel der Stadt. Durch seine Größe ist es nicht unbedingt einfach sich in dem Labyrinth von Gassen und Marktständen zurechtzufinden. Der Bazar ist aufgeteilt in verschiedene Bezirke. So gibt es zum Beispiel spezielle Viertel für Gold- und Silberschmiede, für Töpferwaren, Stoffe, Touristennippes, Obst, Gemüse und Gewürze. Zwischen all dem Gewimmel drängen sich typisch ägyptische Cafes mit Wasserpfeifen, Tees und Fruchtsäften. Der Bazar ist auch heute noch, wie schon seit Jahrhunderten, der pulsierende Mittelpunkt der jetzigen 18-Millionenstadt Cairos. Noch immer ist der Bazar das wichtigste Marktviertel der Stadt. Trotz all dem Chaos das hier herrscht, strahlt das ganze Altstadtviertel mit seinen unzähligen Moscheen und Minaretten dennoch eine eigenartige Ruhe aus.

Touristen, die am ersten Tag in Cairo ankommen, empfinden die Stadt zunächst einmal als einen riesigen, unüberschaubaren Moloch. – Erst nach einiger Zeit, wenn man sich durch die Hektik eines abenteuerlichen Autoverkehrs nicht mehr aus der Ruhe bringen läßt, zeigt sich Cairo von seiner wahren Seite. Obwohl man sich in einer der größten Städte der Welt befindet, ist Cairo eigentlich eine Aneinanderreihung von einzelnen Vierteln. Die Menschen der einzelnen Bezirke kennen sich, man trifft sich auf der Straße, die Männer gehen gemeinsam in das jeweilige „Stammcafe“ und spielen Domino oder „Tawla“ –Backgammon. Der Verlierer zahlt jeweils die nächste Runde Tee. Bei einem Tee und beim Rauchen einer Schischa ist die Hektik und Betriebsamkeit gänzlich nebensächlich. Hektische Touristen ohne Zeit und Geduld werden belächelt. Nimmt man sich allerdings Zeit und Ruhe für seinen Ägyptenaufenthalt spürt man sofort die Gastfreundlichkeit und Offenheit der Bevölkerung.

Reisebericht ÄgyptenCairo ist eine Stadt im Umbruch. Es gibt hypermoderne Geschäfts- und Verwaltungsviertel, daneben existiert überall noch das traditionelle orientalische Leben auf den Straßen und Gassen. – Nicht zuletzt findet man in Cairo und über ganz Ägypten verstreut die wohl grandiosesten Zeugen des Altertums.

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Gleich am Stadtrand von Gizah einer Vorstadt von Cairo erheben sich die gewaltigen Pyramiden aus der Wüste. Obwohl bereits vor nahezu 5000 Jahren im Alten Reich von den Pharaonen Cheops, Chephren und Mykerinos erbaut, lassen einem diese Bauwerke; mit einer Höhe von an die 140m eher schon Berge; erschaudern. Vor den Pyramiden herrscht die übliche Betriebsamkeit.Stinkende Touristenbusse, Kameltreiber und aufdringliche Händler versuchen ihr Bestes um dem Touristen den Tag zu verleiden.

Reisebericht ÄgyptenMarschiert man allerdings nur einige hundert Meter hinaus in die Wüste hat man Ruhe und phantastische Blicke auf Pyramiden und Sphinx.

Neben den berühmten Gräbern von Sakkara und dem Ägyptischen
Museum, mit den Schätzen des Tut anch Amun, sind die Pyramiden einer der Höhepunkte von Cairo.

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Mit der Bahn geht es weiter nach Luxor. Das heutige Luxor ist auf den Ruinen der antiken Stadt Theben erbaut. Theben war mehrere hundert Jahre lang die Hauptstadt der alten Pharaonenreiche. Die ganze Stadt ist ein einziges Freilichtmuseum. Auf der Nilostseite liegen die riesigen Tempel von Karnak und der Luxortempel in Mitten der Stadt. Beide Tempel sind auch noch heute über eine Strecke von etwa 3km mit einer Sphinxenallee, aus der Zeit des großen Pharao Ramses verbunden. Ein Teil der Allee liegt noch immer unter den Häusern des heutigen Luxors begraben. Ein Besuch des Tempel von Karnak wird wohl jedermann unvergeßlich bleiben.

Reisebericht ÄgyptenDurch zwei riesigen Pylonen kommt man in die Säulenhalle des Pharao Ramses II. Zirka 1300 Jahre vor Christus ließ dieser berühmte Pharao eine Halle erbauen, die uns heute noch staunen läßt. Wie mußten sich erst die Menschen des Altertums inmitten dieser gewaltigen Pracht gefühlt haben, wenn selbst wir heutzutage sprachlos diesen steinernen Zeugen gegenüberstehen. Bis zum heutigen Tage ist der Tempel von Karnak noch immer die größte religiöse Anlage der Welt.

 

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