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Peter

Mexico - Rundreise

Isla$20Contoy

Heute sind wir nach einer erlebnisreichen Mexicorundreise auf der Insel „Isla Mujeres“ in Yucatan in der Karibik angekommen. Schon von der Fähre aus reizt uns das blaue kristallklare Wasser. Am liebsten wären wir sofort über Bord zum Baden gesprungen. Die nächsten drei Tage werden wir mit Baden, Schnorcheln oder Tauchen, einer Segeltour oder einfach mit Faulenzen verbringen. Den heutigen Sonnenuntergang werden wir mit einer frischen Kokosnuß am Strand verbringen und anschließend in einem der hervorragenden Lokale frischen Fisch und Meeresfrüchte genießen.

Hinter uns liegen nun bereits mehr als zwei Wochen einer überaus abwechslungsreichen, phantastischen Reise durch Mexico, die sich leider jetzt dem Ende zuneigt.

Unsere Reise begann in Mexico City, mit 20 Mio. Einwohner die größte Stadt der Welt. Wir wohnten direkt am Zocalo, dem Hauptplatz der Stadt bei der großen Kathedrale. Trotz der großen Menschenmengen in der hektischen und lauten Großstadt werden alte Traditionen noch immer gepflegt. So zum Beispiel auf der Plaza Garibaldi, wo allabendlich etliche Mariachi-Gruppen für Verliebte oder einfach auch nur gegen Bestellung aufspielen. – Wohl nicht immer ein Ohrenschmaus – aber zumeist extrem witzig.

PICT0248Da die heutige Stadt Mexico-City direkt auf den Ruinen der alten Azteken-Hauptstadt errichtet wurde, findet man inmitten der Stadt die Zeugen der untergegangenen Aztekenkultur. So besichtigten wir unter anderem den Templo Mayor und das Anthropologische Museum. Nur wenig außerhalb der Stadt liegt die riesige Zeremonienanlage von Teotihuacan. Bis heute ist nicht bekannt, wer die Erbauer dieser gewaltigen Anlage mit der berühmten Mond- und Sonnenpyramide waren. – Die Ausmaße sind einfach gigantisch. – Allein die Prozessionsstraße ist 40m breit und mehrere Kilometer lang.

Innerhalb der Stadt bewegten wir uns mit der hervorragend ausgebauten U-Bahn fort. Bei dem wahnsinnigen Verkehrsaufgebot ist dies die einzig sinnvolle Möglichkeit von A nach B zu kommen.

Nach zwei Tagen fuhren wir dann weiter mit dem öffentlichen Bus nach Puebla, einem unserer nächsten Reiseziele
(u.a. Sitz des VW-Werkes). Die Hauptbusstationen in Mexico sind keinesfalls mit europäischen Maßstäben zu messen. Da ein Großteil des Personenverkehrs mit Bussen abgewickelt wird, sind die Stationen gewaltig. „Bushostessen“ bringen die Reisenden an die richtigen Plattformen. Auf den ersten Blick herrscht totales Chaos. Seltsamerweise klappt jedoch alles nahezu perfekt.

Von Puebla aus fuhren wir dann weiter mit dem Linienbus nach Oaxaca. Wir fuhren durch Wälder aus Kakteen, durchqueren tiefe Schluchten und kleine Dörfer.

Grillen$20OaxacaDie Stadt Oaxaca hat sich weitgehend ihr koloniales Erscheinungsbild bewahrt. Am Hauptplatz der Stadt konzentrieren sich die besten Lokale. Immer ist etwas los! Dort kann man noch bis spät in der Nacht im Freien sitzen, essen und die Leute beobachten. Das Essen in Oaxaca ist hervorragend. Die mexicanische Küche ist eine Mischung aus vorspanischer und spanischer Tradition. Grundlage ist meistens Mais in verschiedenen Formen; vor allem als Tortillas. Eine Spezialität Oaxcas sind Chapulines, – geröstete Heuschrecken – nicht jedermans Geschmack – Wagemutige gibt es halt immer. – Man hält sich besser an die unzähligen anderen mexikanischen. Spezialitäten. Phantastisch isst man in einer der großen Markthallen. In einer Passage sind große rauchende Holzkohlefeuer und Grills aufgebaut. Dort bekommt man zu günstigsten Preisen Gemüse und Fleisch frisch zubereitet. Die angebotenen frischen Fruchtsäfte und das riesige Obstangebot sind nur schwer zu übertreffen.

Die alte Zapoteken-Festung liegt auf dem Monte Alban außerhalb der Stadt. Am frühen Morgen bietet die Anlage einen traumhaften, mystischen Anblick.

PICT0315Auf der Fahrt nach San Cristobal de las Casas in Chiapas besichtigen wir unterwegs den Sumidero Canyon. Zwischen Steilhängen, die bis zu 1000m abfallen, fahren wir vorbei an unzähligen Wasserfällen durch die Schlucht; – ein einmaliges Naturschauspiel!

San Cristobal de las Casas in den Bergen von Chiapas ist eine alte Kolonialstadt mit vielen Kirchen und einem berühmten, farbenprächtigen Markt, auf dem die Maya-Indianer Kunsthandwerk oder einfach nur Gemüse und Obst anbieten. Wir wohnten mitten in der Stadt im stilvollen, palastartigen Hotel des einstmaligen Conquisitator von Chiapas. Außerhalb der Stadt in den Bergen liegt das Dorf Chamulla. Dort ist sonntags ein großer „Indio-Markt“. Vom ganzen Umkreis kommen die Einheimischen zu diesem Markttag. Für alle Teilnehmer war das sicher einer der Höhepunkte der Reise. Die Anfahrt zum Markt erfolgt mit den einheimischen Kollektivos. – Sammelbussen. Es kann dann schon vorkommen, das man sich den Sitz mit einer Ziege oder mit Hühnern teilen muss. Äußerst interessant ist dort auch ein Besuch der Kirche. Dort vermischen sich die christlich katholische Religion mit den ursprünglichen Bräuchen und Riten der Bevölkerung Chiapas.

Aqua$20AzulWeiter geht unsere Fahrt über die türkisblauen Wasserfälle von Aqua Azul nach Palenque.
In Aqua Azul, mitten im Urwald, stürzen die Wassermassen in unzähligen Kaskaden in tiefblaue Becken. Einige von ihnen sind zum Baden geeignet. In der feuchten Hitze des Tieflandes von Chiapas ist dies eine wundervolle Abkühlung. Mehr als zwei Stunden verbrachten wir im kristallklaren kühlen Wasser bevor es nach Palenque weiterging.

 

 

PICT0350Die große Mayatempelanlage von Palenque mit unzähligen Pyramiden ist nur zum Teil freigelegt. Ein großer Teil der Bauten ist noch immer im Urwald versunken und vermittelt so einen Eindruck, wie sich die einstigen Entdecker der Tempelanlage fühlen mußten. Die Besichtigung der Anlage ist trotz der schwülen Hitze recht angenehm, da wir direkt im Anschluss an die Besichtigung zum Baden zu den Wasserfällen von Misol Ha gefahren sind.

Unsere Reise führte uns nun quer durch Yucatan nach Merida. Ein absoluter Höhepunkt dort waren die Mayaruinen von Uxmal. Am bekanntesten ist wohl die Pyramide des Wahrsagers mit einer schwindelerregend steilen Treppe. Der beschwerliche Aufstieg wird durch einen traumhaften Ausblick auf den „Palast des Gouverneurs“ mit den unzähligen Masken des Regengottes Chac belohnt. Zumeist ist der Aufstieg allerdings versperrt, da an der Pyramide ausgiebige Arbeiten stattfinden.

Von Merida geht es weiter zur Flamingo-Kolonie von Celestun am Golf von Mexico und weiter nach Chichen Itza, dem absoluten Pyramidenklassiker der Reise. Inmitten der Anlage steht das „El Castillo“, die Hauptpyramide, dem steinernen Abbild der toltekischen Himmelsvorstellung. Der Ballspielplatz unweit der Pyramide beeindruckt durch seine Gewaltigkeit.


TulumIn Tulum steht eine Festungsanlage der Mayas traumhaft schön direkt auf einem Felsen am Meer. Nach der Besichtigung gab es natürlich kein Halten mehr. Direkt unterhalb des Tempels liegt einer der schönsten weißen Sandstrände Mexicos. Tulum war nun auch das letzte Reiseziel auf dem Festland von Yucatan bevor es auf die Insel Isla Mujeres weiterging.

Die meisten der gefahren Strecken legten wir mit Linienbussen zurück. Das Bussystem von Mexico ist bestens ausgebaut. Die Busse bieten meistens einen guten Komfort den wir so im Voraus nicht erwartet hätten.

 

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